Montag, 23. April 2018

Die Qual der Kühlschrankwahl.


Schreiben hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und meine Gefühle in gut dosierten Mengen aus mir herauszulassen, deswegen möchte ich das nicht weiter schleifen lassen und sowohl mein Tagebuch als auch meinen Blog wieder stärker nutzen.
Kommenden Montag kommt unser neuer Kühlschrank. Unser alter Kühlschrank ist undicht. Da er ansonsten einwandfrei funktioniert, habe ich große Hemmungen vor diesem Schritt gehabt. Aber der Ablauf für das Kondenswasser ist verstopft. Normalerweise sammelt sich im Kühlschrank das Kondenswasser in einer Rinne und läuft dann über ein Schlauchsystem zu einem Tank auf der Rückseite des Kühlschranks. Von dort verdunstet es in die Umgebung. Das Schlauchsystem muss aber verstopft sein oder eingerissen / geknickt, denn das Wasser läuft innerhalb des Kühlschranks nicht mehr ab und fängt dann an, durch die Isolierung des Kühlschrankes herauszutropfen. Das ist besonders dann toll, wenn der Kühlschrank auf Laminat steht, das früher oder später aufquillt, wenn dauerhaft Wasser darauf steht. Da wir hochwertiges Laminat haben, passiert das bei uns zum Glück eher später als früher, auf lange Sicht aber ist es garantiert. Das bedeutet nun, dass in meinem Handy für alle zwei Tage eine Erinnerung eingespeichert ist, alle zwei Tage das Kondenswasser aus dem Kühlschrank zu wischen und dass ich Tupperdeckel als Auffangschalen unter den Kühlschrank gestellt habe, für den Fall, dass ich das mal vergessen sollte. Auf die Weise gedachte ich das Thema noch bis zum Herbst verschieben zu können, da momentan doch finanziell einiges auf uns zukommt (4750€ Heizöltanks Mitte Mai, 800€ Restzahlung für den Urlaub). Als die Temperaturen jetzt aber gestiegen sind und die Luftfeuchtigkeit zeitgleich gestiegen ist, musste ich die Kondenswasserrinne zweimal täglich leeren. Und da war bei mir der Punkt erreicht, an dem ich kapituliert habe. Dann werden das jetzt eben zwei extrem teure Monate. Ansonsten liegt dieses Jahr aber keine größere Investition mehr an (außer Sondertilgungen), sodass das wohl in Ordnung ist.
Für den neuen Kühlschrank war mir besonders die Energieeffizienz wichtig. Gern hätte ich wieder einen Kühlschrank in der Größe meines Alten (1,50m hoch) gehabt und gern auch wieder einen knallroten. Beides zusammen gibt der Markt aber nicht her. Ich musste feststellen, dass es nur sehr große Kühlschränke mit einer guten Energieeffizienz gibt. Somit fiel meine Wahl relativ schnell auf diesen Kühlschrank von Siemens. Mit 337 Litern Fassungsvermögen hat er über 100 Liter mehr als mein alter Kühlschrank. Das Gefrierfach bietet 89 Liter und das Kühlfach 247 Liter. Das Wichtigste: Er verbraucht nur 157 kWh pro Jahr. Mein Alter, deutlich kleinerer Kühlschrank von Severin ist mit 211 kWh angegeben. Da ich in den letzten Jahren häufiger die schmerzhafte Erfahrung des Doppelkaufs bei günstigen Geräten machen musste (meine Waschmaschine z.B. verstarb mit nicht einmal vier Jahren, mein Kühlschrank jetzt ist auch gerade einmal vier Jahre alt), wollte ich dieses Mal auf keinen Fall eine Billigmarke kaufen. Da unser Gefrierschrank auch von Siemens ist und wir damit schwer zufrieden sind (auch hier war Energieeffizienz ausschlaggebend; er hatte das dreifache Fassungsvermögen von dem alten Gefrierschrank mit einem deutlich niedrigerem Verbrauch), habe ich mit der Wahl ein gutes Gefühl. Etwas schade finde ich, dass der Kühlschrank so riesig ist, vor allem weil ich dann die Mikrowelle nicht mehr auf ihn stellen kann. Ein Kleinerer hätte mir gereicht. Auf der anderen Seite ist es gerade im Sommer super, wenn man mit Wassermelonen und Tonnen an Erdbeeren kein Platzproblem mehr bekommt. Und Gefrierfächer können sowieso nie zu groß sein. Es gibt natürlich kleinere Kühlschränke auch mit guten Energieeffizienzen. Aber die haben dann einen fast genauso großen Energieverbrauch wie die großen Kühl-Gefrierkombinationen und sind dann auch noch deutlich teurer. Also neee – ich bin zufrieden mit meiner Wahl. Gut finde ich, dass F. mir da komplett freie Hand gelassen hat. Er hat auch kein Veto eingereicht, als ich auf A+++ bestanden habe, was den Preis natürlich in die Höhe getrieben hat. Aber – und diese Diskussion hatten wir bereits, als es um den Gefrierschrank geht – es geht mir auch nicht darum, dass wir nach x Jahren durch den niedrigeren Energieverbrauch die Differenz zwischen einem A++-Gefrierschrank oder –Kühlschrank wieder aufgespart haben, sondern darum, dass wir, wenn wir schon einen neuen kaufen müssen, der Umwelt zuliebe auch einen mit niedrigem Energiebedarf kaufen können. Das hat er verstanden und sieht es auch so. Jetzt muss nur noch die Lieferung und die Altgerätemitnahme klappen.

Donnerstag, 19. April 2018

Gedanken.


Da Avengers – Infinity War nächste Woche in die Kinos kommt, bin ich momentan dabei, Wissenslücken bei F. zu füllen. Das bedeutet, dass wir alle Filme des MCU schauen. Obwohl ich bisher auf die chronologische Reihenfolge von denen geachtet habe, die ich besitze, findet F. die Zusammenhänge verwirrend. Richtig warm werden konnte er bisher nur mit den Iron Man-Filmen, hat sich aber bereiterklärt, alle anderen mitzuschauen. Diese Überredung hat mich fast vier Jahre gekostet. Mittlerweile scheint F. aber eingesehen zu haben, dass es mir wichtig ist, dass er wenigstens weiß, wovon ich spreche, und hat sich darauf eingelassen. Es geht mir wirklich oft so, dass ich von irgendetwas spreche und er keine Ahnung hat, wovon ich rede. Was sind Let’s Plays und wer ist dieser Gronkh? Harry Potter? Nie gesehen, nur den ersten Teil des siebten Buches. Wer ist Walter Moers? Marvel? Ja, ich hab mal Spider Man gesehen. Aber wer ist dieser Hulk? Thor? Kenn ich nur vom Fußball. Und ich denke so... hast du die letzten Jahre in einer Höhle gelebt oder was? 

Ich habe in den letzten Jahren so viel von seinen Interessen mitgemacht, einfach ihm zuliebe. Ich bin mit ihm stundenlang zu irgendwelchen Flughäfen gefahren, nur um auf der Dachterrasse „Flugzeuge zu schauen“ (und dafür auch noch Eintritt zu bezahlen!). Ich habe mit ihm das Airbus-Werk besichtigt (was im Nachhinein wirklich interessant war), ich habe mit ihm diese ganzen Urlaube gemacht, von denen ich nicht einmal ein Drittel gebraucht hätte, wenn nicht sogar gar keinen. Ich zahle die Hälfte unseres Stroms, obwohl seine Schildkrötenaquarien mehr als 1/3 unseres Stromverbrauches ausmachen. Ich war mit ihm Nachtangeln (okay, ich habe derweil auf dem Stuhl gelesen und bin dann eingeschlafen), ich habe mit ihm diverse Angelvideos und Flugzeugdokumentationen geschaut. Ich bin mit ihm umgezogen, was meine Oma sehr traurig gemacht hat. Ich habe ein Haus gekauft, obwohl ich das von meiner Oma hätte haben können (und wir hätten uns den Dachboden ausbauen können und hätten somit genügend Platz für Kinder gehabt) und habe mir seitdem ein noch zwanghafteres Sparverhalten zugelegt als vorher schon. Und dann erfüllt es auch noch kein Kriterium von den wenigen, die ich ursprünglich an ein Haus hatte: Verklinkert, Kaminofen, eigenes Bücherzimmer. Vor allem der fehlende Ofen nimmt mich irgendwie mit. Ich bin kein spontaner Mensch (und damit meine ich: Gar nicht. Ich plane gern, das gibt mir Sicherheit) und mache trotzdem die ganzen spontanen Einkaufsaktionen usw. mit.

Ich habe viel gegeben und ich bin mir unsicher, ob er sich dessen überhaupt bewusst ist. Ich weiß, dass er für mich seine Heimat aufgegeben hat und aufs Land gezogen ist. Er hat meinen Nachnamen angenommen und damit ja auch irgendwie einen Teil von sich. Er hat in seiner Familie mit Sicherheit viele schlechte Erfahrungen gehabt, aber wie alles im Leben gibt es natürlich auch positive Dinge, die er mit seinem Nachnamen verbunden hat, zum Beispiel seine Großeltern, die er sehr liebt. Ich hätte das nicht gekonnt, obwohl ich mir doch gewünscht habe, dass wir einen Nachnamen haben, damit jeder sieht, dass wir zusammengehören. Er versucht, immer für mich dazusein und schafft das mal mehr, mal weniger gut, weil er einerseits sehr schlecht darin ist, Gefühle zu lesen und zu deuten und ich andererseits nicht gut darüber sprechen kann. Allerdings ist der darin schon viel besser geworden als früher. Er ist sehr entspannt und würde nie laut werden. Er kann ja nicht mal streiten. Ich erwische mich immer noch manchmal dabei, dass ich damit rechne, angekackt zu werden, und doch bleibt es jedes Mal aus. Nachwirkungen von meinem Ex, der mich wohl irreparabel geschädigt hat. Wenn Leute unerwartet die Arme ausbreiten (sei es als Geste oder zur Umarmung), ducke ich mich immer noch instinktiv weg. F. hat seine eigenen Bürden aus der Vergangenheit, die mindestens anteilig erklären, dass er ist, wie er ist. Seine Eltern haben ihn als Kind sehr vernachlässigt, sein Vater fing an zu trinken, dann die Scheidung, und seine letzte Freundin hat dem Ganzen wohl die Krönung aufgesetzt. Nicht zuletzt wohl dadurch, dass er immer auf sich gestellt war, ist er sehr Ich-bezogen (wobei er auch daran arbeitet). Außerdem vermute ich, dass er dadurch, dass er früher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, so ein lauter und sich in den Vordergrund stellender Mensch geworden ist.

Dazu kommt noch, dass ich in jeder meiner Beziehungen bisher immer das Verlangen hatte, es allen Recht zu machen. Ich bekomme selten ein klares Nein hin, oftmals maximal ein diplomatisches Umgehen einer Zusage. Es liegt also auch an mir. Er hat nie von mir verlangt, mich anzupassen. Er wäre nicht einmal ernsthaft böse über ein Nein. Das sind wohl eine Sachen, die ich in jeder Lebenslage noch unbedingt lernen muss, sowohl beruflich als auch privat: Nein zu sagen und mein Helfersyndrom etwas herunterzufahren.

Ich weiß das, was er tut, zu schätzen und das oben klingt bestimmt sehr undankbar. Aber es sind so Dinge, die mich manchmal beschäftigen und ich weiß nicht so recht, wie ich sie sonst nach draußen lassen soll. Es ist nicht immer einfach, wenn zwei geschädigte Persönlichkeiten aufeinandertreffen.

Dienstag, 17. April 2018

Gartenpläne.


Wow, so lange habe ich nichts mehr geschrieben. Das liegt daran, dass alles drunter und drüber ging und ich keinen Kopf dazu hatte, zu schreiben, obwohl es mir eigentlich genau dann guttäte.
Jetzt, da der Frühling endgültig angekommen ist, geht es mir deutlich besser als in der zweiten Winterhälfte. Ich bin kein Mensch, der lange Dunkelheit erträgt. Am Anfang des Winters geht das alles noch, aber irgendwann bin ich an einem Punkt, an dem ich traurig und antriebslos bin. Und das, obwohl ich den gesamten Winter hindurch Vitamin D3+K2 genommen habe.
Jetzt aber kann man wieder raus und in den Garten. Und das Beste: die größten Baustellen sind sowohl im Haus als auch im Garten beseitigt. Nun liegen nur noch die üblichen Sachen an: Unkraut jäten hier und da, Rasenkanten freistechen, Rindenmulch nachverteilen und die Bretter von der Balkonbrüstung müssen unbedingt neu gestrichen werden. Das bedeutet, dass diesen Sommer nicht durchgearbeitet werden muss und wir auch ein einfach „gammeln“ können. Keine Ahnung, wie ich das Arbeitspensum letztes Jahr ab April bis zum Herbst durchgehalten habe. Zuerst die Renovierung, was das Schlimmste war und mich an meine körperlichen Grenzen gebracht hat. Und als wir damit durch waren, kam der Garten, der einfach so vor sich hinwucherte und das seit Jahren. Die einzige Pause zwischendurch war der La Palma-Urlaub. Mir für meinen Teil hätte auch eine Woche Nichtstun gereicht, aber das kann F. nicht. Er hätte dann immer weiter und weitergemacht und mich mitgezogen.
Dieses Jahr wird das alles hoffentlich etwas entspannter.
Ich habe in diesem Frühjahr früh genug damit angefangen, Gemüsepflanzen zu pflanzen und mein Gemüsebeet in Stand zu setzen, sodass die Kartoffeln jetzt schon im Boden sind und allerhand Grünzeug gesät ist. Die Radieschen, der Eisbergsalat und der Spinat treiben schon munter aus und auch der Mangold ist schon gepflanzt. Kleine Tomatenpflanzen, eine Paprikapflanze und eine Gurkenpflanze habe ich nicht selbst gezogen, sondern gekauft (zweimal, die ersten sind mir beim letzten Nachtfrost eingegangen). Auch mein Kräuterbeet habe ich wieder besser bestückt, weil meine Erdbeerminze leider den Winter nicht überlebt hat. Die Zitronenmelisse lässt sich auch noch nicht blicken, aber die ist eigentlich unkaputtbar. Der Schnittlauch und das Maggikraut wachsen schon wieder fleißig.
Nachdem wir unsere drei riesigen Nordmanntannen beim Kompost gefällt haben, haben wir an der Stelle einen kleinen Kirschbaum, einen Aprikosenbaum und einen Pfirsichbaum gepflanzt. Außerdem konnte F. es sich nicht nehmen lassen, drei Sanddornbüsche zu platzieren. Und jetzt, da er endlich Licht bekommt, denke ich, dass der Rhabarber jetzt auch eine reelle Chance hat.
Mein kleiner Heidelbeerbusch, den ich letztes Jahr gekauft habe und der sich wirklich gut gemacht hat, hat vor ein paar Wochen noch Gesellschaft von drei anderen Sorten Heidelbeeren bekommen. Ich liebe ja Heidelbeeren, nur sind sie mir im Geschäft meistens zu teuer. Nach Waldheidelbeerpflanzen habe ich bei uns im Wald bereits Ausschau gehalten und eine Stelle gefunden, die ich im Sommer unbedingt heimsuchen muss.
Abends bin ich momentan dabei, weiterhin Wissenslücken von F. zu füllen. Er kannte Big Bang Theory, Two and a half men und Breaking Bad nicht und ähnlich sieht es bei Filmen aus. Er hatte keinen einzigen Marvel-Film gesehen. Es hat mich fast vier Jahre gekostet, ihn davon zu überzeugen, es doch mal auszuprobieren. Iron Man 1 und 2 fand er bisher gut, Thor so lala. Er wird sich also auch die anderen Filme anschauen. Eigentlich stand ich ja früher immer so ein wenig auf Nerds und Computerfreaks und F. passt weder von seinen Hobbies her, noch von seinem Humor sonderlich gut zu mir. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mann wie F. mich jemals interessieren könnte oder ich ihn gar heiraten würde. Und trotzdem bin ich glücklich. Wo die Liebe hinfällt :D

Montag, 16. April 2018

Futter der letzten Woche.

Schmeckte deutlich besser, als es aussieht :D

Schwarzwurzeln und Nudeln mit Pesto

Als ich die fand, war ich sehr begeistert :)

Fluffigster Soja-Milchschaum

Eintopf mit Fake-Würstchen, die sogar F. isst.

Simpel, aber lecker.


Kurz bei dm Basics geshoppt.

Frühstück am Samstag

Und das war sooo gut.

"Käse"kuchen gebacken mit Sojajoghurt...schmeckte
1a wie normaler Käsekuchen (auch F.)

Mittwoch, 11. April 2018

Raquel J. Palacio: Wunder


Quelle: https://webreader.mytolino.com
 
Ich lese ja viele Bücher. So viele, dass ich längst nicht alle hier erwähne. Wenn ich aber ein besonders tolles Buch lese, möchte es manchmal doch teilen.
Dieses Mal war es das Buch "Wunder" von Raquel J. Palacio.
Das Buch handelt von dem Jungen August Pullmann, der aufgrund des Zusammentreffens mehrerer Erbkrankheiten ein entstelltes Gesicht hat. Direkt nach seiner Geburt waren die Überlebenschancen sehr gering.  Seine Kindheit hat er mit vielen Krankenhausaufenthalten und Operationen verbracht, weswegen er erst mit elf Jahren von seinen Eltern dazu gedrängt wird, eine Schule zu besuchen. Vorher wurde er Zuhause unterrichtet. Im Grunde handelt das Buch von seinem ersten Schuljahr auf der neuen Schule und zeigt auf, wie er, anfänglich wegen seines Erscheinungsbildes von allen ausgeschlossen, langsam Freundschaften aufbaut und seine Unsicherheit ablegt.
Es war ein wirklich wunderbares Buch über starke Kinder und Freundschaften, auch wenn die Entwicklung von Anfang ab absehbar ist. Die Erzählperspektiven springen über das ganze Buch zwischen verschiedenen Personen hin und her, sodass man die Beweggründe von vielen Beteiligten miterleben und nachvollziehen kann. So werden einem auch die Handlungsweisen einiger Personen, die am Anfang unsympathisch erscheinen, wenigstens nachvollziehbar. Einzig die Sicht des Jungen Julian, der von Anfang an besonders auf August herumhackt und versucht, die ganze Schule gegen ihn aufzuhetzen, was ihm anfangs auch gelingt, fehlt mir ein wenig. Mittlerweile ist aber ein ebook erschienen, das diese Sichtweise nachreicht ("Wunder - Wie Julian es sah") dasselbe für Charlotte und Christoph. Es gibt auch einen Sammelband für alle drei. Besonders am Anfang leidet man sehr mit dem Protagonisten. Nach und nach findet man sich aber auch in die anderen Charaktere hinein, z.B. in seine Schwester, die sich sehr vernachlässigt fühlt und in der Vergangenheit wegen ihres Bruders, den sie liebt, viel zurückgesteckt hat. Durch ihren Bruder hat auch sie viel leiden müssen und viele Freundschaften verloren.
Es ist definitiv eins meiner Lesehighilights für dieses Jahr, das kann ich jetzt schon sagen.

Dienstag, 10. April 2018

alles-vegetarisch.de-Bestellung


 
Vergangenen Freitag habe ich nach langer Zeit endlich wieder bei alles-vegetarisch.de bestellt. Das schiebe ich nun schon seit drei Monaten vor mir her und nun konnte ich mich überwinden, nicht zuletzt, weil ich noch einen 10€-Gutscheint hatte, der bis Ende April eingelöst werden wollte.

Neben der genialen Tomatensuppe von Biovegan sind es vor allem heruntergesetzte Sachen und Süßigkeiten geworden, von denen ich einige auch mit nach Menorca im Juni nehmen möchte.

Dafür habe ich ein paar Sachen bestellt, die ich bereits kenne, und einige, die ich schon immer probieren wollte, denn tatsächlich habe ich mittlerweile Mühe, auf eine Summe zu kommen, für die sich die Bestellung überhaupt lohnt (der Gutschein zum Beispiel galt erst ab 39€).

1.       Vego – Der beste vegane Schokoriegel überhaupt. Und insgesamt die beste Schokolade, die ich jemals gegessen habe. Die Schokolade ist unglaublich zartschmelzend im Mund. Allerdings muss man Nussschokolade mögen – es sind ganze Haselnüsse darin. Leider ist die Schokolade im Normalfall mit 3,29€ für 150g nicht gerade billig. Vor einem Jahr habe ich in einem Reformhaus mal 1€ pro Tafel gezahlt, weil sie abgelaufen waren. 10 Stück hätte es sogar für 5€ gegeben. Damals kannte ich diese Schokolade noch nicht und habe nur drei Tafeln genommen. Hätte ich schon gewusst, wie sie schmeckt, hätte ich definitiv 10 Tafeln genommen :D

2.       Snap! ist ein Reismilchschokoladenriegel mit Puffreis darin. Habe ich noch nie probiert, aber er war heruntergesetzt und was kann bei Puffreis und Schokolade schon schiefgehen?

3.       Amore Mio von Gesundkost sieht aus wie Hanuta und schmeckt wie Hanuta – nur in veganer Form.

4.       Die Dessert Creme Vanille von Biovegan nutze ich gern, wenn ich einen schnellen Bienenstich mache. Sie lässt sich super mit Sojamilch oder Leha Schlagfix (wenn es sehr fest werden und als Tortenfüllung dienen soll) aufschlagen und schmeckt sehr lecker. F. musste sich erst daran gewöhnen, dass richtige Vanille verwendet wurde und nicht der ihm gewohnte, künstliche Vanillegeschmeckt, den er von Dessertcreme kennt, enthalten war. Er hat wirklich verschandelte Geschmacksknospen. Wenn er sagt, dass er Zitrone mag, meint er nicht, dass er Zitrone mag, sondern Zitronenaroma. Wenn er sagt, dass er Vanille liebt, dann meint er Vanillearoma. Traurig.

5.       Die Dessertcreme Schokotraum ist das Pendant zu der Vanillecreme von Biovegan, nur dass die Schokovariante von Biovegan aus war und ich nun diese teste. Ich bin ja eher der Schokoladentyp. Alles mit Schokolade ist per se gut. Leider sieht F. das anders, der mag eben Vanille und weiße Schoki.

6.       Die Sojajoghurts Aronia-Passionsfrucht von Provamel wollte ich immer schon einmal ausprobiert haben, war bisher aber zu geizig dafür. Da mir aber noch ein paar Euros fehlten, um die Bestellung vollzubekommen, habe ich sie mir dieses Mal endlich gegönnt. Getestet habe ich sie noch nicht, aber was soll daran schon schief gehen?
       Edit: Ein wenig enttäuscht bin ich schon. Sie schmecken sehr lasch, ein wenig fruchtig, aber es ist nicht auszumachen, welche Frucht es ist. Sie schmecken nicht schlecht, aber für den Preis habe ich Besseres erwartet. Die Sorte werde ich wohl nicht wieder kaufen.
 
7.       Den Tofu Tomate-Olive hatte ich schon einmal und fand ihn sehr lecker, deswegen landete er noch einmal in meinem Einkaufskorb.

8.       Die Dairy Free Banana-Mylk von Rebel Kitchen war ebenfalls heruntergesetzt, da sie bald abläuft. Die „Mylks“ sind auf der Basis von Kokosmilch. Ich hatte schon mal die Schokomilch und fand sie sehr mächtig (nach dem halben Päckchen war mir ziemlich schlecht, aber ich habe es trotzdem ausgetrunken :D). Die Kombi Kokos-Banane kann ich mir toll vorstellen und lasse es deswegen auf einen Versuch ankommen.

9.       Vegane Kuhbonbons – was muss ich dazu noch sagen? :D Ich liebe Kuhbonbons und bin total happy, dass sie eine vegane Variante herausgebracht haben. Die sind zwar teurer als die normalen, allerdings wurden sie auch mit Bio-Kokosmilch hergestellt.

10.   Ein Snack-Pack Schoko-Orange-Kekse. Die hatte ich ebenfalls schon und wer die Kombination Schoko-Orange und mag, wird diese Kekse mögen.

11.   Pür gum Cinnamon – Ich kämpfe ja seit Jahren gegen meine kleine Kaugummisucht. Mittlerweile erfolgreich: Von ca. 10-20 Kaugummis am Tag bin ich runter auf max. 5 pro Woche. Aber zuckerfreie Kaugummis mit Xylitol und Zimtgeschmack? Ich konnte nicht anders.

12.   Cookie Cat  Vanilla Choc Chip Cashew & Oat Cookie – Klingt lecker, habe ich mitgekauft, um ihn irgendwann mal unterwegs zu essen.

13.   Biovegan Soße Hollandaise – Schmeckt nicht wirklich wie eine Hollandaise, aber durchaus wie eine sehr leckere helle Soße. Die Soßen von Biovegan benutze ich gern, wenn wenig Zeit ist oder ich keinen Kopf für „richtiges“ Kochen habe.

14.   Biovegan Schoko Paradiespudding – Naja, Schoko halt :D

15.   Biovegan Tomatencremesuppe – Eignet sich gut als kleine Mahlzeit für zwei Personen. Die Suppe hat ein leicht minziges Aroma, was ich in Tomatensuppe nicht so gern mag. Die kurze und natürliche Zutatenliste allerdings macht das wieder wett, sodass ich sie gern vorrätig habe.

16.   Taifun Japanische Bratfilets – Neben dem Black Forrest Tofu (den ich vergessen habe mitzubestellen) ist das mein liebster Tofu, weil er so toll fluffig ist wie beim Asiaten und mich an Eierstich erinnert.

17.   Bedda Dressing sylter Art -  War im Angebot und deswegen einen Versuch wert.

18.   Biovegan Schoko Dessertsoße – Wobei wir wieder beim Thema Schokolade sind :D Die hatte ich noch nie, konnte aber nicht widerstehen.

19.   Wow Bab – Riegel – Der kam gratis zum Testen mit. Er war mit Chia, Sesam, Johannisbeere und irgendetwas Gepufftem. Er war okay. Kaufen würde ich ihn mir aber nicht.

20.   Simply V Vegane Genießerscheiben Kräuter – Mein veganer Lieblings“käse“. Ich habe meistens eine Packung davon im Kühlschrank liegen, öffne aber nur selten eine.

23. (Irgendwie habe ich die 21 und 22 übersprungen... keine Ahnung :D) Alpro Soya for Professionals – Fand ich sehr gut, allerdings komme ich mittlerweile auch mit normaler Sojamilch im Kaffee klar. Trotzdem wollte ich gern mal wieder so eine Packung haben.

Ich bin gespannt auf die mir noch unbekannten Produkte :).

 

Freitag, 6. April 2018

Laaaanges Osterwochenende.


Ich hatte jetzt eine Woche Urlaub. Das war wirklich nötig und es tat unheimlich gut.

Am Donnerstag vergangene Woche war ich mit meiner Mutter in Hannover. Ich wollte endlich mal wieder in den riesigen Schmorl&Seefeld Hugendubel. In meiner Kindheit sind wir häufig mit dem Zug nach Hannover gefahren, sind dort durch die Pasarelle geschlendert und waren stundenlang im Schmorl & Seefeld (jetzt Hugendubel). Gekrönt war das Ganze häufig mit einem Museumsbesuch im Landesmuseum. Vielleicht war ich ein komisches Kind, aber ich fand das immer klasse. In der Pasarelle waren früher lauter kleine Kramsläden und weit hinten alternative Kleidungsgeschäfte. Außerdem gab es Läden mit gebrauchten Schallplatten und Büchern. Irgendwann haben sie dann beschlossen, die Pasarelle zu renovieren und es war aus mit den gemütlichen kleinen heruntergekommenen Läden. Die Pasarelle heißt jetzt Nici de … irgendwas … Pasarelle und es gibt keine Läden mehr dort, die irgendeinen Reiz auf mich ausüben (außer die Fressmeile unterhalb des Bahnhofes). Mit dem Verlust der Pasarelle hat Hannover von jetzt auf gleich fast vollkommen seinen Reiz verloren. Dann haben sie auch noch die Ernst-August-Galerie aus dem Boden gestampft. Der Schmorl & Seefeld wurde zum Hugendubel, zum Glück hat sich nur das Schild geändert. Mittlerweile reizen mich wirklich nur noch der Hugendubel und das Museum. Schade, weil ich früher wirklich gern in Hannover war. Aber durch die ganzen Einkaufszentren, die überall eröffnen, hat man egal in welcher Stadt nur noch die gleichen Ketten, bei denen man einkaufen kann. Wenn also so etwas wie H&M, C&A usw. einen Reiz auf mich ausüben würde (was es nicht tut), müsste ich dafür keine 100km bis nach Hannover fahren, sondern kann das auch in 20km Entfernung in Hameln haben. Ich finde das sehr schade, weil durch die Einkaufszentren all die kleinen Krimskramsläden, die für mich einfach den Reiz von Städten ausgemacht haben, aufgeben müssen, weil sie sich die Ladenmieten darin nicht leisten können und der Rest der Stadt langsam ausstirbt.

Im Schmorl & Seefeld Hugendubel haben wir auf jeden Fall wirklich lange verbracht und ich habe letztlich zwei Bücher gekauft, Origin von Dan Brown für F., der es bisher nur als Hörbuch hat, und Killer City von Wolfgang Hohlbein für mich. Wir waren dann noch in ein paar anderen Läden, meine Mutter hatte ihre erste Primark-Erfahrung (ich damit meine zweite und hoffentlich letzte) und ich habe superleckere Falafel gegessen. Es war ein schöner Tag :)

Freitag waren wir dann auf dem Blumenmarkt in Groningen. Neben einem Pfirsichbaum für unseren Garten hat F. eine Phoenix canariensis (Palme) gekauft und ich ganz viele Lebensmittel im Albert Heijn. Unter anderem Alpro-Vla (steht Dessert drauf, auf dem Schild davor stand aber Vla) und Erdnussbutter mit Mandel-Spekulatius-Geschmack!!!eins! In Holland gibt es jetzt auch die veganen Ben&Jerry’s-Sorten, allerdings noch eine mehr als in Deutschland: Choco-Brownie-Fudge. Ich werde meine Tante darauf ansetzen, mir das nächste Mal, wenn sie nach Deutschland kommt, welches mitzubringen. Das vegane Ben&Jerrys ist dort mit 5,99€ übrigens auch deutlich günstiger als in Deutschland (7,99€). Hmpf.
 

 

Auf dem Markt selbst habe ich dann noch sechs Avocados für zwei Euro (!!!), zwei riesige Mangos für 3 Euro und 50 Tulpen für meine Mutter und meine Oma mitgenommen.

Samstag und Sonntag waren dann ruhige Tage, außer dass wir auf zwei Osterfeuern waren. Dort hatte ich dann gleich zwei Momente, die mich sehr aufgewühlt haben, aber davon erzähle ich vielleicht ein andermal mehr. Montag, Dienstag und Mittwoch waren Gartentage. Und die ersten Kröten haben zu unserem Teich gefunden. Karl fand das nicht so ganz geheuer, wollte sich eine fangen, fand sie dann aber eklig und hat sich mit der Beobachtung zufrieden gegeben. Er saß dann fast eine Stunde am Teich und starrte ins Wasser.


 

Und jetzt? Ist nach zwei Arbeitstagen bald endlich wieder Wochenende :D