Dienstag, 26. September 2017

Verliebt, verlobt, verheiratet!


Es ist vollbracht. Nun bin ich verheiratet. Hätte mich vor ein paar Jahren jemand gefragt, ich hätte ihn ausgelacht für so eine wahnwitzige Vorstellung, dass ich nun an der Stelle stehe, an der ich bin.  
Ich an zwei Zeitpunkten den Tränen nahe. Zum Einen als die Standesbeamtin anfing zu reden. Wäre sie gut gewesen, hätte ich wohl geheult. Sie war aber der Roboter in Person und hat das so schlecht gemacht, dass sich irgendwann ein hysterisches Kichern in mir hochkämpfte, mit dem ich die ganze Zeit gerungen (und zum Glück gewonnen) habe. Als dann alles vorbei war und die Familie gratulieren konnte, hat meine Mutter geheult, da konnte ich dann auch nicht mehr anders.
F. hat die ganze Zeit mit schweißnasser Hand meine Hand geknetet und hatte durchgängig feuchte Augen, was ich sehr süß fand und was man von einem Menschen, der sich unheimlich schwer tut, Emotionen zu zeigen, eigentlich nicht erwartet.
Nach der Trauung haben wir ein paar  Fotos gemacht und sind dann langsam zum Lokal gegangen, in dem das Kaffeetrinken stattfinden sollte. Der Kuchen war supertoll. Es gab einen veganen Apfelkuchen und zwei immerhin auf vegetarische geänderte Torten, die ursprünglich mit Gelatine waren. Da wir aber drei Vegetarier in der Runde waren (was ich einen guten Schnitt finde bei 19 Leuten), haben wir das mit der Konditorin so besprochen. Alle waren total begeistert von den Torten und meine große Schwester, von der ich am ehesten Gegenwind erwartet hatte, hat den Apfelkuchen in höchsten Tönen gelobt (der war aber auch echt lecker!). Nach dem Kaffeetrinken haben sich die, die höhere Schuhe anhatten, festes Schuhwerk angezogen und wir sind eine groooooße Runde spazieren gegangen. Denn: Wir hatten bombastisches Wetter. Sonnenschein, kein Lüftchen wehte, ca. 20°C, so richtig klasse, als wäre es nur für uns so bestellt gewesen. Abends waren wir dann essen, und obwohl es einfach gutbürgerliche Küche war, waren alle äußerst zufrieden damit. Das Essen war aber auch richtig lecker.
Anstrengend war das Wochenende natürlich. Wir sind gefühlt ständig hin- und hergelaufen, weil wir Gäste vom Hafen abgeholt und weggebracht haben, am Sonntag das Ganze dann noch einmal rückwärts. Außerdem hat man auch vor der Hochzeit ständig Leute aus der Familie getroffen und ist dort hängen geblieben. Da mein Teil der Familie noch nie dort war, sind wir mit ihnen am ersten Abend essen gegangen, nachdem wir schon den ganzen Nachmittag mit seinen Großeltern feststeckten.
Tatsächlich haben sich auch alle zusammengerissen. Weder F.s Vater, noch seine Partnerin oder seine Mutter haben den Eindruck erweckt, sich an die Gurgel zu wollen. Seine Großeltern allerdings haben tatsächlich noch einmal ein Fass aufgemacht, als sie erfahren haben, dass er meinen Namen annimmt. Das ging dann so von „Warum hast du vorher nichts gesagt?“ über „Müssen wir jetzt wieder nach Hause fahren?“ bis zu „Dann stirbt der Name halt aus“. Tja. Und damit müssen sie jetzt eben leben. Sie sollen mal ins Telefonbuch schauen, wie oft sein Nachname da drin steht und wie oft meiner. Dann sollen sie nochmal mit „aussterben“ kommen. Zumal das nicht der Grund war. Ach herrje.
Sein Vater war nur in der Hinsicht ein Problem, weil er scheinbar davon ausgeht, dass wir nun auf einer ganz neuen Beziehungsebene stehen. Der hat mir zur Begrüßung einen Schmatzer auf die Wange gegeben, wollte dann am Strandcafe, dass ich das bei ihm auch mache (im Traum nicht, mein Lieber) und am nächsten Tag, als er mir dann in die Wange kneifen wollte, habe ich dann gesagt „nicht anfassen“. Im Scherzton, auch wenn es definitiv ernst gemeint war. Ich kann so ein Gegrabbel einfach nicht haben.
Als seine Mutter mich nach der Trauung in den Arm genommen hat, hat sie zu mir gesagt: „Jetzt habe ich eine Tochter gewonnen.“ Egal, was ich generell von ihr halte, war das durchaus ehrlich gemeint und deswegen konnte ich es annehmen.
Es war ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende. Ich habe einen tollen Menschen geheiratet und ich weiß, dass wir ein tolles Leben haben werden. Wie  F. sagt: „Jetzt fehlt nur noch das Baby!“
 
 

Mittwoch, 20. September 2017

Live-Update: Was mich ziemlich nervt – ein kleiner Shitstorm.


Arbeit: Ein Arbeitskollege von mir. Der, der immer zu nahe kommt. Er weiß meist nichts mit sich anzufangen, läuft dann herum und bombardiert alle mit teilweise unnötigen Aufgaben und wenn nicht das, hält er einen ewig auf, weil er Redebedarf hat. Mit ihm zu diskutieren führt allerdings auch zu nichts, denn am Ende wird sowieso alles so gemacht, wie er es will – was seine Position leider zulässt.
Außerdem nervt mich nach wie vor, dass ich als Frau ca. 25% weniger Gehalt bekomme als meine männlichen Kollegen, wobei ich in Relation zu anderen deutlich anspruchsvollere Aufgaben habe und alle immer zu mir kommen, wenn sie Aufgaben schnell und unkompliziert gelöst haben wollen. Aber „keine Sorge, wir unterscheiden nicht zwischen Männern und Frauen“. Ja nee, is klar.
Die neue Urlaubsregelung. Letztes Jahr mussten wir den gesamten Jahresurlaub bis zum 31.12. geplant haben. Was auch neu war, da wir vorher Resturlaub mit rübernehmen durften und auch dort keine Frist hatten, ihn zu nehmen. Ich hätte es verstanden, wenn die Firma nun beschlossen hätte, dass der Resturlaub bis zum 31.03. genommen werden muss, wie andere es ja auch handhaben. Aber nein, ganz oder gar nicht. Nun durften wir letztes Jahr die Resttage auch nach Neujahr noch dranhängen, wenn wir dazwischen keinen Arbeitstag hatten. Also – in eins durch bis ins neue Jahr: ging okay. Das war schon nervig genug. Nun müssen wir den Urlaub bis zum 31.12. genommen haben. Das heißt also, ich muss den Resturlaub vor Weihnachten nehmen. Und muss am 2.01. direkt wieder arbeiten, wären nach Silvester doch ein paar Extratage zum Regenerieren noch schön. Die könnte ich nehmen – sie gingen dann aber schon vom neuen Urlaub ab, obwohl ich meinen Resturlaub vorher völlig sinnfrei verbraten habe. Und eher kann ich den Resturlaub halt doch nicht nehmen, weil ich mir ein paar Tage für den Winter vorhalten muss, der bei uns auf dem Berg anders ausfällt als im Tal. Außerdem kann ja immer mal was sein, wofür man spontan einen Tag benötigt. Nerv.
Familie: Ungeschlagen auf Nummer eins nach wie vor F.s Mutter. Auf Nummer zwei ist die Jobsuche meiner Schwester und das, was alle daraus machen. Wie ich bereits seit Mitte ihres Studiums prophezeit habe, wird sie nun vermutlich eine Doktorandenstelle annehmen, um noch ein paar Jahre der „richtigen“ Arbeitswelt entfliehen zu können. Ich halte einen Doktortitel für Ingenieursberufe nach wie vor für eher hinderlich als hilfreich für die Jobsuche, wenn man nicht als Prof an der Uni bleiben will. Aber gut. Ich verstehe den Heckmeck nicht, den meine Eltern darum machen. Sie macht ihren Master, ja, okay. Sie bewirbt sich – das haben meine große Schwester und ich aber auch und da hat uns keiner für gefeiert. Mich hat auch keiner dafür gefeiert, dass ich mir einen Studienplatz gesucht habe, durch den ich dank der Kooperation mit meiner Firma einen Großteil meines Lebensunterhaltes selbst bestreiten konnte. Mich hat keiner dafür gefeiert, dass ich lange Zeit deutlich unter Hart IV-Niveau gelebt habe, während meine Schwester über 1000€ im Monat zur freien (!!!) Verfügung hat. Das ist das, was viele Vollzeitarbeitende haben… oder was sie sich wünschen würden. Je nachdem. Und nun bewirbt sie sich nur dort, wo sie Stellen haben, die exakt und 100%ig auf ihren Studienschwerpunkt passen, gleichzeitig will sie aber eigentlich auch nicht wegziehen. Naja, entscheiden muss man sich schon: Entweder der Traumjob oder in der Nähe bleiben. Elektrotechniklastige Betriebe gibt es genug, die Chance hätte sie also. Wenn sie wollte. Ist ja auch okay, wenn man sein Leben auf den Job ausrichtet – auch wenn es nichts für mich wäre, aber das muss ja jeder selbst entscheiden. Nur dann gibt es eben auch keinen Grund für Mitleid von meinen Eltern. Aber hey – kriegt sie trotzdem. Für mich ist es einfach unglaublich deprimierend, dass nichts von dem, was ich tue, gut genug ist. Ich weiß von meinen Eltern, dass sie stolz auf sie sind und auf meine große Schwester, weil sie einen Doktortitel hat. Ich habe keinen. Ich könnte natürlich einen machen, rein von der intellektuellen Seite, aber das will ich gar nicht. Ich brauche ihn nicht. Aber um ehrlich zu sein, habe ich so oft darüber nachgedacht, nur um meinen Eltern gerecht zu werden. Damit ich merke, dass sie auch auf mich stolz sind.
Ernährung: Es nervt mich, dass Ernährung so schwer ist, sobald wir unterwegs sind. Das ist natürlich unserer Wohnlage geschuldet, in Städten ist es um einiges einfacher, sich vegan zu verpflegen. Es nervt mich auch, dass ich noch nie direkt gesagt habe, dass ich vegan esse. Meinen Eltern nicht, F. nicht – wobei der wenigstens weiß, dass ich keine Eier und Milch konsumieren will, von denen ich nicht weiß, wo sie herkommen. Ich habe das Gefühl, es verstecken zu müssen, ich habe Angst vor den Reaktionen der Leute, weil ich eben schon ganz oft, wenn ich erwähnte, dass ich kein Fleisch esse, die erschrockene Nachfrage hatte: „Aber Milch und Eier isst du, oder?“ Wenn jemand sich fast ausschließlich von Fleisch ernährt, fragt da keiner kritisch nach.
Der Marktkauf, an dem ich auf dem Rückweg von der Arbeit vorbeikomme, stampft sein vegetarisches Sortiment immer mehr ein. Und zwar in einem Ausmaß, dass ich kaum noch die vegetarische Wurst für F. bekomme und Sojajoghurt auch nur in sehr eingeschränktem Maße. Das finde ich schade, denn hier hatte in den letzten Jahren eigentlich eine gute Entwicklung stattgefunden.
 
Zum Glück gibt es viele Dinge, an denen ich mich erfreuen kann und die die negativen Aspekte aufwiegen. Davon aber ein andermal mehr :)

Dienstag, 19. September 2017

Immer diese Aufregung...


Die Welt um mich herum spielt verrückt. Alle sind total aufgeregt wegen der Hochzeit und ich horche in mich hinein… nichts. Nada. Das liegt daran, dass ich die Hochzeit weniger als DEN Tag der Tage sehe, sondern vielmehr als den Tag, ab dem offiziell auf dem Papier steht, dass wir eine Familie sind. Das, was davor kam und was uns überhaupt bis zu diesem Punkt geführt hat, halte ich für viel wichtiger. Der erste Kuss, das erste Mal Arm in Arm eingekuschelt einschlafen, die erste gemeinsame Wohnung. Das erste Mal gemeinsamen Sex, klar, auch das.
Deswegen weiß ich nicht einmal, ob ich künftig eine große Sache aus dem Hochzeitstag machen möchte oder ob ich F. davon überzeugen kann, dass wir unseren Jahrestag, an dem wir zusammengekommen sind, weiter als wichtigen Tag im Jahr behalten. Denn das Eine wäre ja nie ohne das Andere gewesen.
Auch unser Jahrestag ist eigentlich nicht unbedingt als DER Tag anzusehen, weil wir irgendwie in einem schwammigen Übergang in eine Beziehung gerutscht sind. Der Tag, den wir als Jahrestag feiern, ist, salopp ausgedrückt, der Tag, an dem wir das erste Mal gepoppt haben. Ganz stumpf und einfach. Da haben wir irgendwie ein Level erreicht, an dem wir uns entscheiden mussten, was jetzt aus uns wird, weil wir beide keine Menschen für One Night Stands ohne Gefühle sind.
Meine Hochzeit ist der Tag, an dem unsere Gefühle zueinander auf Papier verankert werden. Ab diesem Tag kann jeder sehen, dass wir es ernst meinen und jeder sieht, dass wir zueinander gehören. Er trägt dann meinen Nachnamen. Unsere Kinder (übrigens ein weiteres Ereignis, das viel wichtiger sein wird als unsere Hochzeit) werden unseren Nachnamen tragen als Vervollständigung unserer kleinen Familie. Aber das Wichtigste ist: Das geht auch ohne Hochzeit. Das Familiendasein wird nicht durch den Familienstand definiert.
Es ist nur alles so viel einfacher, weil es durch die Hochzeit rechtlich geregelt ist.  Wenn einer stirbt, steht fest, wer was bekommt. Das wünscht man sich natürlich nicht, aber es kann eben doch immer passieren.
Die Hochzeit ist für mich also nicht DER Tag. Es gibt für mich auch nicht DEN Tag, wobei ich mir vorstellen kann, dass das anders wird, wenn wir Kinder bekommen. Ein Mensch, der aus zwei Menschen entstanden ist.
Für viele ist die Hochzeit aber gerade der Tag der Tage. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich werde mich nicht schminken. Ich werde nicht zum Friseur gehen. Ich werde einfach Ich selbst sein. Ich versuche, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und lasse den Tag auf mich zukommen.

Montag, 18. September 2017

Wochenende KW37


Ich hatte ein sehr schönes Wochenende.

Tatsächlich war F. in der letzten Woche an 5 von 7 Tagen angeln. Es tut ihm sichtlich gut, weil es ihn wie erhofft von Gedanken an die Arbeit befreit. Deswegen ist es mir den Mehraufwand an Sprit, den ich ja mitfinanziere, weil es von unserem gemeinsamen Konto abgeht, wert.

Am Freitag wollte ich eigentlich Apfelkuchen backen. „Aus Versehen“ ist es denn aber Heidelbeerkuchen geworden, und das kam so: Ich habe für F. noch neues Vanillemilchpulver besorgt und da lächelte mich auf einmal Apfelstrudel an. Ich liebe ja Apfelstrudel. Der ist natürlich auch leicht selbst gemacht, indem man fertigen Blätterteig kauft, der übrigens meistens vegan ist, und ihn mit einer Masse aus gewürfelten Äpfeln, Stärke und Zucker füllt. Das Ganze wird dann aufgerollt, eingeschnitten und in den Ofen geschoben. Total einfach und schmeckt wie gekauft. Es ist ja nun aber so, dass man manchmal unverhofft Besuch bekommt oder schlicht und einfach mal keine Zeit hat, etwas vorzubereiten, sodass ich früher gerne „auf Verdacht“ einen Apfelstrudel im Gefrierschrank hatte. Ich habe dann die Zutatenliste studiert und tadaaa: vegan. Man müsste jetzt denken, klar, was soll daran auch nicht vegan sein? Aber in die Apfeltaschen beim Lidl ist auch Süßmolkenpulver zugesetzt. Insgesamt ist in so vielen Lebensmitteln vollkommen überflüssig Süßmolkenpulver beigemischt, dass man sich fragen muss, warum das als Abfallprodukt behandelt wird. Traurig finde ich das. Denn in so etwas wie Apfeltaschen erfüllt es definitiv keinen tieferen Sinn. Man schmeckt es nicht. Definitiv und absolut nicht. Sonst würde man es ja bei Apfelstrudel vermissen. Wie dem auch sei – bei uns im Gefrierschrank wartet nun also ein Apfelstrudel auf seinen Verzehr. Da ich aber am Freitag noch davon ausging, dass F. beim Kaffeetrinken dabei sein würde, wollte ich zu dem Kuchen den Apfelstrudel machen. Den hätte mein Vater aber nicht gegessen, weil Zimt drin ist. Deswegen habe ich, damit es nicht Apfel-Apfel wird, Heidelbeerkuchen gemacht. Das wollte ich sowieso lange schon einmal gemacht haben. Letztlich ist es dann so geendet, dass ich zu meinen Eltern zum Kaffee gefahren bin und nicht andersherum, weil ich meine Oma noch besucht habe, sodass der Apfelstrudel weiterhin auf seinen Einsatz wartet. Aber das ist nicht schlimm – er schmeckt sowieso noch viel besser, wenn draußen richtiges Dreckswetter ist.

 

Da ich zu faul zum Googlen war (fragt einfach nicht. Ja, das Handy lag in der Küche, als ich anfing zu backen, aber trotzdem wollte ich es nicht extra zur Hand nehmen :D) habe ich den Kuchen komplett improvisiert. Und er ist zieeemlich lecker geworden. Die Heidelbeeren waren aus dem Glas, weil meine TK-Heidelbeeren nicht mehr ausgereicht hätten. Das hat die Sache für mich noch einfacher gemacht, denn so konnte ich einfach den Saft mitverwenden. Ich habe also den Inhalt des Glases genommen, ein Tütchen Vanillepuddingpulver zugegeben (alternativ kann man natürlich auch Stärke ohne Aroma verwenden), noch drei Esslöffel Vanillezucker beigemischt und das Ganze in der Mikrowelle zu einer Art Pudding angedickt. Als Boden habe ich eine Art Mürbeteig frei Schnauze gemacht, darauf kam die Masse, oben drauf habe ich den Rest des Mürbeteigs als Streusel gekrümelt – fertig. Es war wirklich, wirklich lecker und zum Glück so, wie ich mir das vorgestellt hatte :D

Samstagmorgen haben F. und ich noch das Vorgartenbeet zu Ende umgegraben. Jetzt muss darauf nur noch Rindenmulch verteilt werden und wir haben hoffentlich erst einmal ein wenig Ruhe vor dem Unkraut. Damit sind unsere Gartenziele für dieses Jahr pünktlich zum Herbst quasi erreicht und größere Aktionen kommen erst im nächsten Jahr.

Nachmittags ist F. losgezogen zum Angeln. Ich habe dann noch Rohmilch für meine Oma besorgt und sie dann besucht. Danach war ich bei meinen Eltern, wir haben Kaffee getrunken, geredet und dann bin ich mit meiner Schwester noch eine Runde spazieren gegangen. Abends war Bayrischer Abend bei uns im Dorf. Wären da nicht die gesellschaftlichen Verpflichtungen, wäre ich nicht hingegangen. Aber nun gut – das Essen hätte 10€ gekostet, ich musste nur 5€ zahlen, weil ich halt kein Fleisch esse, was ich sehr fair finde. Letztlich konnte ich leider die Bratkartoffeln und das Sauerkraut nicht essen, weil in beidem Speck war (argh) und musste mit Schwenkkartoffeln und Laugenstange vorlieb nehmen. Es gab irgendwie auch nur eine Laugenstange für jeden und ja. Wenn ich die 10€ hätte zahlen müssen, hätte ich mich doch wirklich geärgert, denn Getränke waren noch nicht mit drin. Aber so war es in Ordnung.

Sonntag war sehr seltsames Wetter. Erst hat die Sonne wunderschön geschienen, dann zog eine Regenfront auf, die aber irgendwie dann doch noch fast eine Stunde den Regen in sich behielt – und dann ging es auf einmal los. Tja. Später sind F. und ich noch zu einem Teich gefahren, um „mal zu schauen“. Natürlich konnte F. es sich nicht nehmen lassen, ein paar Würfe zu machen. Als es dann aber wieder anfing zu regnen, sind wir wieder gefahren, haben uns aufs Sofa gekuschelt und sind letztlich vor dem Fernseher eingeschlafen :D

Ich habe das (überwiegend) gute Wetter an diesem Wochenende also gut genutzt, hatte viel frische Luft, viel Sonne, schöne Fotos, viele Seiten gelesen und viel Familie. Also alles schön :)
Diese Dame haben wir in unserem Grünschnitthaufen gefunden,
hatte sich zwecks Winterstarre häuslich eingerichtet

Am Teich



1000g Crunchy Erdnussbutter!
Ohne zugesetzte Fette,
Zucker oder Salz


Nachbar :D


Selbstgemachtes Hummus ♥

Neuer Schal.

Baumtransport in einem Twingo - geht, muss aber
nicht unbedingt :D

Herbstzeitlose


Lieblingsspaziergangstrecke
 

Donnerstag, 14. September 2017

Babygedanken.


Was für ein Sturm gestern. Auf der Terrasse sind zwei von F.s Palmen umgefallen, dabei sind die Töpfe natürlich auch gestorben. Die Windmühle aus Holz, die er von seinem Opa hat, ist ebenso umgefallen. Das Teil sieht zwar gut aus, ist aber eine komplette Fehlkonstruktion. Bei Wind dreht sie sich nicht und fällt irgendwann einfach um. :D Jetzt liegen die Flügel bei uns im Keller, wo ich sie zeitnah wieder raushaben möchte.
In der letzten Zeit hat F. immer wieder das Babythema angesprochen. Eigentlich ist jetzt ein guter Zeitpunkt für sowas, weil es ganz passend wäre, nach der Elternzeit die Firma zu wechseln. Das wäre ein guter Schnitt. Das einzige, was dagegen spricht, ist das liebe Geld, aber irgendwie wird das immer dagegen sprechen. Es macht natürlich Sinn, gerade am Anfang möglichst viel Geld in die Sondertilgungen zu stecken, weil es bei größeren Summen natürlich auch mehr Euronen an Zinsen sind, die anfallen. Je weniger Geld noch aussteht, desto weniger Geld zahlt man für Zinsen, weil die sich prozentual auf die noch ausstehende Summe beziehen. Von den 700€, die wir jeden Monat abbezahlen, gehen fast 170€ für Zinsen drauf. Wir haben letzten Monat die erste Sondertilgung reingesteckt und ich gedenke, übernächsten Monat die nächste von meinem Konto reinzustecken. Je früher desto besser. F. legt jeden Monat 100€ zurück, sodass von ihm auch nochmal 1200€ im Jahr kommen. Macht also ca. 4000€, die wir an Überschuss im Jahr auf unser Haushaltskonto einzahlen, mindestens 1200€ pro Jahr von mir. Alles andere machen wir so, wie es unsere Konten zulassen. Wenn ein Baby kommt, geht das natürlich nicht mehr in dem Ausmaß. Aber eigentlich ist das auch egal. Wenn wir weiter bei den 700€ im Monat bleiben, selbst wenn wir keinerlei Sondertilgungen zahlen würden, würden wir nicht länger als 14 Jahre an dem Kredit zahlen. Unser Wunsch wäre, nach 10 Jahren herauszusein, weil wir dann neu verhandeln müssen. Wenn wir 10 Jahr keine Sondertilgungen leisten würden, hätten wir noch ca. 30.000€ offen. Die bekommen wir dann aber aus unserem Ersparten zusammen, zumindest dann, wenn alles nach Plan läuft. Also muss ich mir eigentlich keine Gedanken machen, dass das schief läuft. Zumal ich ja in Elternzeit nicht gar kein Einkommen habe, sondern eben die 65%. Ich sollte einfach weniger grübeln. Ich kann jetzt planen wie ich will, am Ende kommt es doch ganz anders. Es ist ja nun nicht so, dass man sofort schwanger wird, nur weil man dann die Pille absetzt. Ich denke, wir gehen es bald an. Und dann schauen wir, wie es kommt :) Ein guter Zeitpunkt ist auf jeden Fall im Hinblick darauf, dass ich meine Ernährung im Griff habe. Ich reduziere und verwehre mir nichts mehr, ich ernähre mich ganzheitlich und ausgewogen wie noch nie in meinem Leben. Meinem Körper fehlt es an nichts und es geht mir gut. In Anbetracht dessen wäre der Zeitpunkt niemals besser gewesen. Und eigentlich ist das auch alles, was zählt, damit es einem Baby gutgehen kann, oder?
Passend zum Thema ein paar kulinarische Eindrücke :D
Beim Lidl gibt es Hummus mit Roter Beete!
Die "Soße" ist zermanschte Avocado mit Tomate,
weil F. wieder einmal Nudeln mit Ketchup essen wollte...

Paprikareis mit Tomaten und
veganem Gyros vom Lidl .
Gyros-Liebhaber F. fand es
sehr gut
 

Mittwoch, 13. September 2017

Vanillekekse


Supereinfache vegane Vanillekekse
 
 

Zutaten

200g Margarine

300g Mehl

150g Zucker

2 EL Weizeneiweiß oder Sojamehl

4 EL Vanillezucker

4 EL Wasser

Alles verühren. Teig ausrollen und Kekse mit gewünschten Formen ausstechen. Dann bei 180°C Umluft für 8-10 Minuten in den Ofen – fertig! Abwandeln kann man das Rezept durch Zugabe von Zitronenzucker oder Kakao, ich habe auf die Kekse ein paar Erdnüsse gedrückt. Der Teig ist besonders gut für Ausstechkekse geeignet, weil er schön seine Form hält und nur wenig verfließt.

Bundestagswahl 2017


Gestern sind unsere Briefwahlunterlagen gekommen, weil wir am Wahlwochenende ja auf Baltrum sind. Und da war etwas drauf, was mein Herz ein wenig erwärmt hat: Die V-Partei, die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.
Als ich das erste Mal wählen durfte (ich weiß gar nicht mehr, welche Wahl es war),  war der Wahlzettel mindestens 2 DINA4-Seiten lang. Unter anderem stand dort die Tierschutzpartei drauf und auch Parteien, von denen ich noch niemals etwas gehört hatte: Die Grauen Panther, Die Violetten, Die Regenbogenpartei (und ich musste jetzt tatsächlich lieber nochmal nachschauen, ob Letztere nicht meiner Phantasie entschlüpft ist :D).
Ich bin ehrlich: Ich habe ein Herz für kleine Parteien. Und ich denke nicht, dass man seine Stimme verschwendet, wenn man Parteien wählt, die wahrscheinlich niemals groß werden. Denn ganz ehrlich – wie soll es denn auch jemals einen Umschwung geben, wenn alle so denken würden? Wenn immer die großen, also insbesondere CDU und SPD, an der Macht bleiben, wird sich nichts ändern. Denn sie sind zwar im ewigen Streit, letztlich machen sie aber doch alle dasselbe. Möglicherweise bleibt das genauso, wenn eine der unbedeutenden Parteien an Macht gewinnt – vielleicht aber eben auch nicht. Von der AfD kann man zum Beispiel halten, was man will (wie ich – nichts!), aber die würden aktiv werden, ließe man sie.
Politik ist immer ein schwieriges Feld, und es gibt dort so viel Zündstoff, dass man am besten gar keine Diskussionen darüber anfängt. Aber eines ist klar: Geht wählen! Wer wählen geht, kann wenigstens später sagen, die Deppen da oben, die habe ich nicht gewählt. Geht wählen, denn radikale Leute werden das auch machen! Und wenn ihr nur die Standardparteien wählt ist das immer noch besser, als wenn irgendein tiefrechter Rotz mehr Macht bekommt, nur weil ein paar Leute sonntags zu faul waren, ihre Couch zu verlassen. Es gibt viele Menschen, die gern wählen würden, es aber nicht dürfen – und viele, von denen ich sagen würde, sie sollten es nicht dürfen, und dennoch tun sie es. Das ist aber ein anderes Thema. Die Wahlbeteiligung lässt häufig mehr als zu wünschen übrig. Jede Stimme zählt.